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7. August 2026

SLA-Druck Schritt für Schritt: vom 3D-Modell zum fertigen Teil

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Klare Harzteile auf der Druckplattform

Anders als beim FDM-Druck, wo ein Teil fertig ist, sobald der Druck stoppt, ist SLA/LCD-Druck eine Abfolge mehrerer Pflichtschritte. Jeder braucht Zeit und ein eigenes Verbrauchsmaterial — deshalb lohnt es sich, den ganzen Weg zu kennen, nicht nur den Druck selbst.

1. Modellvorbereitung im Slicer

Das Modell wird gewinkelt ausgerichtet (meist 30-45°), um die Kontaktfläche pro belichteter Schicht zu verringern und das Ablöserisiko von der Platte zu senken. Danach kommen Stützen hinzu — ohne sie werden Überhänge und feine Details entweder nicht sauber gedruckt oder reißen beim Ablösen von der FEP-Folie ab. Wie die Stützen platziert werden, manuell oder automatisch, beeinflusst direkt, wie viel Nacharbeit später ansteht.

2. Druckeinstellungen

Zwei Schlüsselparameter: Schichtdicke (meist 0,025-0,1 mm, dünner für mehr Detail) und Belichtungszeit pro Schicht (abhängig von Harz und Bildschirmleistung, typisch 2-8 Sekunden). Die ersten Schichten werden länger belichtet als üblich, für eine feste Haftung auf der Platte.

3. Der Druck selbst

Der Drucker hebt die Bauplattform Schicht für Schicht, während jede über eine UV-Matrix oder einen Laser belichtet wird. Anders als bei FDM gibt es keine bewegliche Düse — genau deshalb liefert SLA/LCD eine glattere Oberfläche ohne sichtbare Schichtlinien.

4. Ablösen von der Platte

Das fertige Teil wird mit einem Spachtel abgehebelt — es hält bereits seine Form, ist aber durch unausgehärtetes Harz an der Oberfläche noch klebrig. Handschuhe sind Pflicht: flüssiges Harz ist bis zur vollständigen Aushärtung giftig.

5. IPA-Reinigung

Das Teil wird in Isopropylalkohol gewaschen (bei water-washable Harzen in Wasser), meist im Ultraschallbad für 3-5 Minuten. Das entfernt restliches flüssiges Harz von der Oberfläche — ohne diesen Schritt härtet das Teil nie vollständig aus und bleibt klebrig.

6. Trocknen

Nach der Reinigung muss das Teil vollständig von IPA oder Wasser abtrocknen, bevor es UV-gehärtet wird — Restfeuchtigkeit auf der Oberfläche führt bei der Belichtung zu Unebenheiten und matten Flecken.

7. UV-Härtung

In einer UV-Station (oder in der Sonne, aber weniger vorhersehbar) wird das Teil weiter belichtet, bis es seine endgültige Festigkeit erreicht — meist 5 bis 30 Minuten, je nach Harz und Station. Das ist der letzte Schritt, in dem das Teil tatsächlich von "grün" zu fertig wird.

8. Stützen entfernen und Nachbearbeitung

Stützen werden abgeknipst oder abgeschnitten, Kontaktstellen verschliffen. Bei Bedarf folgen Lackierung oder zusätzliches Polieren, genau wie bei FDM-Teilen.

Wie viel Zeit das insgesamt kostet

Neben dem Druck selbst (der stundenlang unbeaufsichtigt laufen kann) kommen durch Reinigung, Trocknung und Härtung nochmal 20-60 Minuten Handarbeit und Wartezeit pro Charge dazu — leicht zu vergessen bei der Preiskalkulation.

Wie sich das auf die Kosten auswirkt

Die Schritte 4-7 sind jeweils ein eigenes Verbrauchsmaterial (IPA, Verschleiß des Ultraschallbads, Strom der UV-Station) und Zeit, die es beim FDM-Druck schlicht nicht gibt. 3D Print Pricing hat eigene Lagerfächer für Harz, Ultraschallbäder und UV-Stationen/-Lampen — sie werden genauso kalkuliert wie Drucker und Filament, als eigener Posten statt grober Zuschlag.

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