ASA: Dichte, Drucktemperatur und UV-Beständigkeit
ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylat) ist ein enger Verwandter von ABS, speziell für den Außenbereich entwickelt. Es druckt sich fast genauso, verträgt aber ultraviolette Strahlung deutlich besser: Es vergilbt nicht und wird nach Monaten in der Sonne nicht spröde.
Wichtigste Eigenschaften
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Dichte | 1,07 g/cm³ |
| Düsentemperatur | 240–260 °C |
| Bett-Temperatur | 90–110 °C |
| Bauteilkühlung | aus oder minimal |
| Schrumpfung | erheblich — Kammer nötig |
| Kammer nötig | ja |
Wann verwenden
- Beschilderung, Halterungen, Sensorgehäuse im Außenbereich — alles, was dauerhaft in der Sonne steht.
- Außenteile im Fahrzeugbau — die Kombination aus Wärme- und UV-Beständigkeit.
- Als ABS-Ersatz überall dort, wo das Aussehen des Teils nach Monaten der Nutzung wichtig ist.
Wann etwas anderes wählen
- Das Teil bleibt nur im Innenbereich — dann lohnt sich der Aufpreis für UV-Beständigkeit nicht; ABS oder PETG reichen aus.
- Keine beheizte Kammer — ASA ohne Kammer verzieht sich genau wie ABS, nur mit teurerem Material.
Vor- und Nachteile
Vorteile: UV-Beständigkeit weit über ABS hinaus — kein Vergilben oder Sprödewerden durch Sonne; Schlagfestigkeit und Wärmebeständigkeit ähnlich wie bei ABS.
Nachteile: braucht eine Kammer genauso zwingend wie ABS; auch hier gibt es Geruch beim Drucken, wenn auch milder; kostet meist mehr als ABS bei vergleichbarem Druckaufwand.
Berechnen Sie Ihren Preis in einer Minute
Kostenloser Rechner: Teilegewicht, Druckzeit, Materialpreis — ohne Registrierung.
Auswirkung auf die Druckkosten
Energetisch liegt ASA nahe bei ABS: ein Bett bei 90–110 °C und eine Düse 10–20 °C heißer als bei ABS/PETG. Die Dichte von 1,07 g/cm³ liegt zwischen ABS (1,04) und PETG (1,27), der Materialverbrauch in Gramm für dasselbe Modell liegt also dazwischen.
