ASA-CF: Dichte, Drucktemperatur und wann es die richtige Wahl ist
ASA-CF ist gewöhnliches ASA, verstärkt mit gehackter Kohlefaser: der Zusatz erhöht die Steifigkeit, senkt die Schrumpfung und macht das Teil bei Temperaturschwankungen maßstabiler, während die für ASA typische UV- und Witterungsbeständigkeit erhalten bleibt. Der Preis dafür ist Abrasivität — Kohlefaser nutzt Messingdüsen schnell ab.
Wichtigste Eigenschaften
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Dichte | ≈1,15 g/cm³ |
| Düsentemperatur | 250–270 °C |
| Bett-Temperatur | 95–110 °C |
| Bauteilkühlung | schwach |
| Schrumpfung | niedriger als bei normalem ASA |
| Kammer nötig | ja |
Kohlefaser erfordert eine gehärtete Stahl- oder Hartmetalldüse — bei Messing zeigt sich ein spürbarer Durchmesserverschleiß bereits nach ein bis zwei Spulen, was die Druckgenauigkeit verschlechtert und den Filamentverbrauch durch Ausschuss erhöht.
Wann verwenden
- Teile für den Außenbereich mit funktionalen Anforderungen, bei denen nicht nur die UV-Beständigkeit von ASA wichtig ist, sondern auch erhöhte Steifigkeit: Halterungen, Gehäuse für Außenausrüstung, Konstruktionselemente.
- Teile mit hohen Anforderungen an Maßstabilität bei Temperaturschwankungen im Freien.
- Ersatz für Aluminium- oder glasfaserverstärkte Teile dort, wo ein leichter, aber steifer Kunststoff nötig ist.
Wann etwas anderes wählen
- Keine gehärtete Düse vorhanden und Abrieb ist inakzeptabel — reines ASA ohne Füllstoff oder ASA-GF verwenden, das weniger abrasiv ist als Kohlefaser.
- Das Teil soll maximal leicht sein und keine sichtbaren Fasern auf der Oberfläche haben — normales ASA oder PETG liefern eine glattere, vorhersehbarere Oberfläche.
- Hohe Zugfestigkeit im Innenbereich ohne UV-Belastung nötig — PA6-GF oder PC für höhere mechanische Festigkeit in Betracht ziehen.
Vor- und Nachteile
Vorteile: erhöhte Steifigkeit und Maßstabilität gegenüber normalem ASA, erhält die UV- und Witterungsbeständigkeit des Basispolymers, geringere Schrumpfung beim Druck großer Teile.
Nachteile: erfordert wegen der Faserabrasivität eine gehärtete Düse, matte raue Oberfläche mit sichtbaren Fasern, geschlossene beheizte Kammer nötig, teurer als Standard-ASA.
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Auswirkung auf die Druckkosten
Die Abrasivität der Kohlefaser ist der wichtigste versteckte Kostentreiber: Eine Messingdüse nutzt sich schnell ab, verliert an Dosiergenauigkeit und muss gegen eine gehärtete oder Hartmetalldüse getauscht werden, die selbst teurer ist und in die Geräteabschreibung einzuplanen ist, nicht nur in den Materialpreis. Zusätzlich erhöhen die höhere Bett-Temperatur und die nötige geschlossene Kammer den Energieverbrauch und die Aufheizzeit des Druckers gegenüber Standard-ASA.