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PEEK: Dichte, Drucktemperatur und wann es die richtige Wahl ist

Dichte: 1.3 g/cm³Düsentemperatur: 380–420°CBetttemperatur: 120–160°C
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PEEK (Polyetheretherketon) ist einer der wärmebeständigsten und festesten im FDM verfügbaren Kunststoffe: Er behält seine mechanischen Eigenschaften bei Temperaturen über 250 °C, ist chemisch inert und übersteht Sterilisation. Der Druck erfordert Industrieausrüstung — eine Düse bei 380–420 °C und in der Regel eine heiße geschlossene Kammer — ein gewöhnlicher Desktop-Drucker schafft das physikalisch nicht.

Wichtigste Eigenschaften

ParameterWert
Dichte≈1,30 g/cm³
Düsentemperatur380–420 °C
Bett-Temperatur120–160 °C
Bauteilkühlungaus
Schrumpfunghoch ohne Temperaturkontrolle der Kammer
Kammer nötigja, mit aktiver Luftheizung auf 100–150 °C

Wann verwenden

  • Luftfahrt- und Medizinteile, bei denen Biokompatibilität und Sterilisationsbeständigkeit gefragt sind.
  • Komponenten in der Nähe heißer Motorbaugruppen oder in chemisch aggressiver Umgebung.
  • Metallersatz dort, wo Gewicht wichtig ist — PEEK hält Last bei hoher Temperatur besser als fast jeder druckbare Kunststoff.
  • Isolatoren und Steckverbinder im Dauereinsatz bei Wärme.

Wann etwas anderes wählen

  • Kein Industriedrucker mit Kammer 100 °C+ und Düse bei 400 °C vorhanden — der PEEK-Druck ist auf Heimgeräten physikalisch nicht möglich, PEKK oder PPSU mit etwas moderateren Anforderungen in Betracht ziehen, oder die Messlatte auf PC oder PEI senken.
  • Wärmebeständigkeit ist nötig, aber nicht extrem — PPS oder PEI (Ultem) lassen sich deutlich einfacher drucken bei für viele Aufgaben ausreichender Temperaturbeständigkeit.
  • Das Budget ist begrenzt — ein Kilogramm PEEK kostet ein Vielfaches von technischen Kunststoffen wie PC oder PA6-GF, für einen Prototyp lieber diese verwenden.

Vor- und Nachteile

Vorteile: behält Festigkeit und Steifigkeit bei Temperaturen über 250 °C, ausgezeichnete chemische Beständigkeit, biokompatibel und autoklavierbar, sehr hohe Ermüdungsfestigkeit.

Nachteile: erfordert einen Industriedrucker mit Düse 400 °C+ und heißer Kammer — auf Heimgeräten nicht verfügbar; extrem hoher Filamentpreis; anspruchsvoller Druck mit hohem Ausschussrisiko ohne präzise Temperaturkontrolle; langsame Abkühlung und langer Druckzyklus.

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Auswirkung auf die Druckkosten

Bei PEEK stehen vor allem die Ausrüstungs- und Energiekosten im Vordergrund: Der Druck erfordert einen Drucker der Industrieklasse mit langer Aufheizzeit der Kammer auf 100–150 °C, was allein schon Dutzende Minuten und Kilowatt kostet, bevor der eigentliche Druck beginnt. Das Filament selbst kostet um ein Vielfaches mehr als PLA oder PETG, und jeder Ausschuss — Verzug, Schichtablösung durch Temperaturgradienten — ist wegen des Materialpreises besonders teuer. Die endgültigen Druckkosten eines PEEK-Teils liegen fast immer um ein Vielfaches höher als bei technischen Kunststoffen wie PC oder Nylon.