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PETG-HT: Dichte, Drucktemperatur und wann es die richtige Wahl ist

Dichte: 1.28 g/cm³Düsentemperatur: 250–275°CBetttemperatur: 80–95°C
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PETG-HT ist modifiziertes PETG (meist auf Basis von Glykol-Copolyestern mit höherer Glasübergangstemperatur), bei dem die Erweichungstemperatur (HDT) von den typischen ~70 °C bei PETG auf 90–100 °C und darüber angehoben wurde. Es ist ein Versuch, die Nische zwischen normalem PETG und Polycarbonat zu besetzen: Die Wärmebeständigkeit liegt deutlich über Standard-PETG, drucken lässt es sich aber einfacher als PC, und eine geschlossene Kammer ist nicht immer zwingend.

Wichtigste Eigenschaften

ParameterWert
Dichte≈1,28 g/cm³ (nahe an normalem PETG)
Düsentemperatur250–275 °C (deutlich höher als normales PETG)
Bett-Temperatur80–95 °C
Bauteilkühlung10–30 %
Schrumpfunggering, etwas höher als bei normalem PETG durch die höheren Drucktemperaturen
Kammer nötigempfehlenswert, besonders für große Teile — senkt das Delaminationsrisiko beim Abkühlen

Wann verwenden

  • Teile, die Wärme bis 90–100 °C standhalten müssen — etwa in Elektronik-Nähe oder in warmen Räumen, wo normales PETG nicht geeignet ist.
  • Ersatz für Polycarbonat dort, wo man sich nicht mit dem hygroskopischen, trocknungsanfälligen PC befassen möchte.
  • Funktionsgehäuse und Befestigungen mit höheren Anforderungen an Wärmebeständigkeit als Standard-PETG.

Wann etwas anderes wählen

  • Druck auf einem Drucker ohne Bett, das 80 °C+ stabil halten kann — dann besser normales PETG.
  • Maximale Wärmebeständigkeit und Schlagfestigkeit zusammen sind nötig — PC oder PC-ABS bieten eine höhere Temperaturgrenze.
  • Das Budget ist begrenzt und das Teil wird nicht über 60–70 °C erwärmt — normales PETG genügt und ist günstiger.

Vor- und Nachteile

Vorteile: Wärmebeständigkeit deutlich über normalem PETG bei relativ einfachem Druck ohne zwingende Trocknung wie bei Nylon oder PC, Chemikalien- und Feuchtigkeitsbeständigkeit von PETG bleiben erhalten.

Nachteile: erfordert hohe Düsen- und Bett-Temperaturen, die nicht jeder Drucker stabil halten kann, teurer als Standard-PETG, beim Abkühlen großer Teile ohne Kammer ist Delamination möglich.

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Auswirkung auf die Druckkosten

Die erhöhten Düsen- und Bett-Temperaturen steigern den Energieverbrauch beim Druck und erfordern einen Drucker mit leistungsfähigerem Hotend und Bett — wenn die Ausrüstung diese Temperaturen nicht von Haus aus schafft, sind das einmalige Investitionskosten, die separat vom Spulenpreis zu berücksichtigen sind. Das Filament selbst kostet meist 20–40 % mehr als normales PETG.