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PLA-Metal (MetalFill): Dichte, Drucktemperatur und wann es die richtige Wahl ist

Dichte: 3.3 g/cm³Düsentemperatur: 195–220°CBetttemperatur: 45–60°C
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PLA-Metal (MetalFill) ist PLA mit einem hohen Anteil an feinem Metallpulver (Bronze, Kupfer, Stahl, seltener Aluminium) — bis zu 80 Gewichtsprozent. Nach dem Schleifen und Polieren wirkt die Oberfläche und das Gewicht wie echtes Metall, nicht wie metallisch lackierter Kunststoff. Dichte und Preis hängen stark vom Füllmetall und dessen Anteil ab.

Wichtigste Eigenschaften

ParameterWert
Dichte1,5–4,0 g/cm³ je nach Metall und Anteil (Bronze/Kupfer schwerer, Stahl leichter; der angegebene Wert gilt für eine typische bronzegefüllte Zusammensetzung)
Düsentemperatur195–220 °C
Bett-Temperatur45–60 °C
Bauteilkühlung30–60 % (weniger als bei normalem PLA — das Metall kühlt langsamer ab, die Schichten verschmelzen bei weniger aggressiver Kühlung besser)
Schrumpfungminimal
Kammer nötignein

Wann verwenden

  • Souvenirs, Statuetten, Medaillen, Einrichtungsgegenstände, die nach Schleifen und Polieren wie Gussmetall aussehen sollen.
  • Produkte, bei denen das Gewicht wichtig ist — der Metallfüllstoff macht das Teil bei gleichem Volumen spürbar schwerer.
  • Teile für künstliche Alterung (Patinierung von Bronze/Kupfer nach dem Druck).

Wann etwas anderes wählen

  • Die mechanische Festigkeit von Metall ist gefragt, nicht nur Optik und Gewicht — MetalFill bleibt in der Festigkeit ein Kunststoff, für belastete Funktionsteile ist echtes Metall oder PA6-GF nötig.
  • Druck mit einer dünnen Düse von 0,2–0,3 mm — das Metallpulver ist abrasiv und verstopft enge Kanäle, dann besser PLA-Wood oder normales PLA.
  • Leichtigkeit des Produkts ist wichtig — statt schwerem MetalFill PLA-CF oder PLA-GF für Steifigkeit ohne Zusatzgewicht wählen.

Vor- und Nachteile

Vorteile: realistische Metalloptik und -gewicht nach dem Polieren, lässt sich mit Schmirgelpapier bearbeiten und patinieren, druckt bei Temperaturen fast wie normales PLA.

Nachteile: das Metallpulver ist abrasiv und nutzt Messingdüsen spürbar ab, die Spule kostet deutlich mehr als normales PLA (wegen des Metallgewichts in der Zusammensetzung), fertige Teile sind viel schwerer — das beeinflusst den Materialverbrauch in Gramm pro Volumen.

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Auswirkung auf die Druckkosten

Die Druckkosten setzen sich aus drei Faktoren zusammen: Die Spule selbst ist spürbar teurer als Standard-PLA, ein Teil desselben Volumens benötigt wegen der hohen Dichte deutlich mehr Gramm Material, und der abrasive Füllstoff erfordert eine gehärtete Düse — deren Abschreibung sollte separat berücksichtigt werden. Die Nachbearbeitung (Schleifen bis zum Metallglanz) ist beim Arbeitsaufwand oft teurer als der Druck selbst — sie sollte als eigener Posten in die Kalkulation einfließen.