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PPS (Polyphenylensulfid): Dichte, Drucktemperatur und wann es die richtige Wahl ist

Dichte: 1.35 g/cm³Düsentemperatur: 300–330°CBetttemperatur: 100–130°C
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PPS (Polyphenylensulfid) ist ein kristalliner Thermoplast mit außergewöhnlicher chemischer Beständigkeit: Er löst sich praktisch in keinem gängigen Lösemittel bei Raumtemperatur und behält seine Eigenschaften bei Dauerkontakt mit Kraftstoff, Säuren und Ölen. Wärmebeständigkeit und Steifigkeit liegen unter denen von PEEK, aber der Druck ist bei den Anforderungen an die Ausrüstung deutlich zugänglicher.

Wichtigste Eigenschaften

ParameterWert
Dichte≈1,35 g/cm³
Düsentemperatur300–330 °C
Bett-Temperatur100–130 °C
Bauteilkühlungminimal oder aus
Schrumpfunghoch, kristallisiert beim Abkühlen
Kammer nötigja

Wann verwenden

  • Teile im Kontakt mit Kraftstoff, Ölen und aggressiven Chemikalien — Pumpen, Ventile, Dichtungsbaugruppen.
  • Elektrotechnische Komponenten, die stabile dielektrische Eigenschaften bei Erwärmung erfordern.
  • Ersatz für Metallteile in Chemieanlagen, bei denen Korrosionsbeständigkeit wichtig ist.
  • Prototypen von Teilen, die in Serie aus PPS spritzgegossen werden — das gedruckte Pendant sagt das Materialverhalten recht genau voraus.

Wann etwas anderes wählen

  • Höhere Temperaturbeständigkeit und Festigkeit sind nötig — PEEK oder PEKK halten Last bei höheren Temperaturen.
  • Transparenz oder Schlagzähigkeit sind gefragt — PPS ist spröde, dafür eignet sich PPSU.
  • Chemikalienbeständigkeit ist unkritisch, aber hohe Wärmebeständigkeit zu einem günstigeren Preis gefragt — PEI (Ultem) oder verstärktes PC-GF in Betracht ziehen.

Vor- und Nachteile

Vorteile: außergewöhnliche chemische Beständigkeit gegen Kraftstoff, Öle und die meisten Lösemittel, stabile dielektrische Eigenschaften bei Erwärmung, gute Maßstabilität nach der Kristallisation.

Nachteile: spröde, verträgt Stoßbelastungen schlecht; die hohe kristallisationsbedingte Schrumpfung erfordert eine heiße Kammer und ein stabiles Temperaturregime; der Druck erfordert spezielle Ausrüstung mit einer Düse ab 300 °C; recht hoher Filamentpreis.

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Auswirkung auf die Druckkosten

Die Kristallisation von PPS beim Abkühlen ist eine bedeutende Ausschussquelle: Ohne stabile heiße Kammer verzieht sich das Teil oder delaminiert, und das Filament kostet deutlich mehr als Standardkunststoffe, sodass jeder Fehldruck die Kosten stärker belastet. Die erhöhten Düsen- und Bett-Temperaturen bedeuten einen höheren Energieverbrauch pro Zyklus, und die Sprödigkeit des Materials erfordert eine sorgfältige Nachbearbeitung — abgebrochene Ecken am Druck bedeuten entweder einen Neudruck oder den Verlust des Teils.