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TPU: Dichte, Drucktemperatur und wann ein flexibles Filament nötig ist

Dichte: 1.21 g/cm³Düsentemperatur: 210–230°CBetttemperatur: 30–60°C
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TPU (thermoplastisches Polyurethan) ist das einzige gängige Filament, das nach dem Drucken elastisch bleibt. Es wird für Hüllen, stoßdämpfende Polster, Dichtungen und alles verwendet, was sich biegen oder zurückfedern statt brechen soll.

Wichtigste Eigenschaften

ParameterWert
Dichte1,21 g/cm³
Düsentemperatur210–230 °C
Bett-Temperatur30–60 °C (oft unbeheizt)
Bauteilkühlung30–50 %
Schrumpfungminimal
Kammer nötignein

Wann verwenden

  • Handyhüllen, Schutzabdeckungen, schwingungsdämpfende Füße.
  • Dichtungen, flexible Scharniere und Filmscharniere ohne Metallbeschläge.
  • Teile, die zurückfedern oder Vibrationen absorbieren müssen.

Wann etwas anderes wählen

  • Das Teil muss starr bleiben und unter Last die Form halten — TPU ist hier das falsche Material; PLA/PETG/ABS verwenden.
  • Druck auf einer Maschine mit Bowden-Extruder ohne Zeit zur Feinjustierung — weiches Filament neigt zum Verklemmen im Schlauch, was den Druck langsam und fehleranfällig macht.
  • Die Druckgeschwindigkeit ist entscheidend — TPU druckt deutlich langsamer als starre Kunststoffe.

Vor- und Nachteile

Vorteile: bleibt nach dem Abkühlen elastisch, absorbiert Stöße und Vibrationen gut, ist widerstandsfähiger gegen Öle und manche Lösungsmittel als PLA/PETG.

Nachteile: druckt langsam (hohe Geschwindigkeit führt zu Unterextrusion und Problemen bei der Schichthaftung), anspruchsvoll bei Bowden-Extrudern, kostet pro Kilogramm mehr als Standard-PLA/PETG.

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Auswirkung auf die Druckkosten

Die niedrige Druckgeschwindigkeit ist bei TPU der Hauptkostentreiber: Dasselbe Teil dauert deutlich länger als in PLA, und die Druckzeit wiegt in der Kalkulation meist schwerer als das Material selbst. Die Dichte von 1,21 g/cm³ liegt nahe bei PLA, der Materialverbrauch pro Volumen ist also fast identisch — der Aufpreis entsteht bei den Druckerstunden.