12. August 2026
3D-Druck Angebot online berechnen — kostenlos

Ein verlässliches Angebot für den 3D-Druck ist mehr als der reine Filamentpreis — es ist die Summe mehrerer Posten, die zusammen die tatsächlichen Kosten eines Teils ergeben. Viele Hobbydrucker und kleine Werkstätten begnügen sich mit einer groben Schätzung (Gewicht × Preis pro Kilo), die die echten Kosten systematisch unterschätzt.
Woraus ein 3D-Druck-Angebot tatsächlich besteht
- Material: Teilegewicht in Gramm × Preis pro Gramm Filament oder Harz, inklusive Stützstrukturen und Spülverlusten.
- Druckerabschreibung: Anschaffungspreis der Maschine, verteilt auf die geschätzte Lebensdauer in Stunden, multipliziert mit der Druckzeit des Teils.
- Strom: Druckerleistung (kW) × Druckzeit (h) × Stromtarif.
- Arbeitszeit: Vorbereitung, Modellierung oder Nachbearbeitung (Stützen entfernen, Schleifen, Lackieren), bewertet mit einem Stundensatz.
- Marge: was nach all diesen Kosten übrig bleibt — ohne sie kann sich das Geschäft nicht tragen.
Die Druckerabschreibung zu vergessen ist der häufigste Fehler: Ein 500-€-Drucker mit 10.000 Stunden Lebensdauer kostet 0,05 €/Stunde Verschleiß — selbst wenn er zu Hause scheinbar „umsonst" läuft.
Vereinfachte Formel
Kosten = Material + (Abschreibung pro Stunde × Druckzeit) + Strom + Arbeitszeit
Verkaufspreis = Kosten × (1 + Marge)
Durchgerechnetes Beispiel
Ein 60-g-Teil aus PETG, gedruckt in 5 Stunden auf einem Drucker für 500 €/6.000 h Lebensdauer (180 W), Stromtarif 0,32 €/kWh, ohne berechnete Arbeitszeit, angestrebte Marge 35 %:
Material : 60 × 0,028 = 1,68 €
Abschreibung : (500 / 6000) × 5 = 0,42 €
Strom : 0.18 × 5 × 0.32 = 0,29 €
Gesamtkosten = 2,39 €
Verkaufspreis : 2,39 × 1,35 = 3,23 €
Bei einem einzelnen Teil wirkt der Unterschied zu einer groben Schätzung gering, aber bei einem regelmäßigen Auftragsfluss entscheidet genau das zwischen einem Geschäft mit echter Marge und einem, das unbemerkt Verluste macht.
Kostenloses Angebot online erhalten
Berechnen Sie Ihren Preis in einer Minute
Kostenloser Rechner: Teilegewicht, Druckzeit, Materialpreis — ohne Registrierung.
Der Rechner oben wendet genau diese Formel an: Materialgewicht, verwendeter Drucker, Strom, optionale Arbeitszeit und Marge — das Angebot wird in Echtzeit neu berechnet, ohne Konto für eine einmalige Berechnung.
Warum nicht einfach ein Preis „nach Gewicht" reicht
Ein Preis, der nur auf dem Materialgewicht basiert, ignoriert Druckerabschreibung, Strom und Vorbereitungszeit — drei Posten, die zwischen Teilen stark schwanken (ein dünnes, aber lange druckendes Teil kostet in der Abschreibung mehr als ein dichtes, schnelles). Ein Angebot, das Posten für Posten aufgeschlüsselt ist, bleibt unabhängig vom Teiletyp konsistent und lässt sich gegenüber einem Kunden bei Bedarf begründen.
Die vollständige Formel mit allen Kostenposten – Material, Abschreibung, Strom, Arbeitszeit und Marge – steht Schritt für Schritt in 3D-Druckkosten berechnen (mit Formel).
