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4. Juli 2026

Bambu Lab AMS erklärt: wofür es gut ist und welche Version man braucht

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Zweifarbiger 3D-Druck in der Hand

AMS (Automatic Material System) ist Bambu Labs eigenes System für den automatischen Filamentwechsel während des Drucks. Es ermöglicht mehrfarbige Modelle zu drucken, ohne den Druck für einen manuellen Spulenwechsel zu unterbrechen.

Wie es funktioniert

AMS ist eine Einheit mit mehreren Spulenplätzen (meist vier), die dem Drucker auf Befehl des Slicers automatisch das richtige Filament zuführt. Der Drucker bestimmt, welche Farbe bzw. welches Material an einem bestimmten Punkt des Drucks benötigt wird, und das AMS schaltet die Zuführung um — ohne manuelles Eingreifen, selbst bei Modellen mit vier oder mehr Farben.

Die AMS-Varianten

ModellBesonderheit
AMS (Basis)4 Plätze, keine Trocknung, für Standard-P1/X1
AMS Litevereinfachte Version für A1/A1 mini, offene Bauweise
AMS 2 Prointegrierte Filamenttrocknung — relevant für hygroskopische Materialien (Nylon, PETG nach langer Lagerung)
AMS HT (High Temperature)ausgelegt für technische Kunststoffe mit hoher Drucktemperatur, für die H2-Reihe

Wofür es in der Praxis gut ist

  • Mehrfarben- und Mehrmaterialdruck ohne Stopp des Druckers — ein 4-farbiges Modell druckt genauso autonom wie ein einfarbiges.
  • AMS 2 Pro löst das Lagerungsproblem hygroskopischer Filamente (PETG, Nylon) — es trocknet das Material direkt vor der Zuführung, ohne separaten Trockner.
  • Mehrere AMS-Einheiten lassen sich kombinieren und erhöhen die Anzahl verfügbarer Farben/Materialien in einem Druck.

Grenzen

  • AMS funktioniert nur im Bambu-Lab-Ökosystem — keine universelle Lösung für beliebige Drucker.
  • Der Farbwechsel ist materialseitig nicht kostenlos: Bei jedem Wechsel geht ein Teil des Filaments als Purge verloren — das sollte in den Materialverbrauch für mehrfarbige Modelle einfließen.
  • AMS Lite (A1/A1 mini) hat keine Trocknung — bei hygroskopischen Materialien auf diesen Modellen ist weiterhin ein separater Trockner nötig.

Auswirkung auf die Kosten

Mehrfarbendruck über AMS spart dem Atelier Zeit (kein manuelles Wechseln der Spule vor dem Drucker), spart aber kein Material — der Purge bei jedem Farbwechsel erhöht den Filamentverbrauch pro Auftrag, und das sollte als eigener Posten in der Kostenkalkulation eingeplant werden, statt es dem allgemeinen Materialverbrauch des Modells zuzuschlagen.

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