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4. Juli 2026

Harztypen: standard, tough, flexible, castable — welches wählen

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Drei bunte Glasflaschen - klar, grün und bernsteinfarben

Hinter dem Wort „Harz" beim photopolymeren Druck verbergen sich mehrere Materialien mit sehr unterschiedlicher Zusammensetzung und Preis — welcher Typ gewählt wird, beeinflusst nicht nur die Eigenschaften des fertigen Teils, sondern auch, was ein einzelner Druck tatsächlich kostet.

Die wichtigsten Harztypen

TypEigenschaftenEinsatz
Standardspröde, hoher DetailgradMiniaturen, Anschauungsmodelle, Prototypen
Tough / ABS-likeschlagfest, weniger sprödeFunktionsteile, Gehäuse, Befestigungen
Flexibleflexibel, elastisch nach der HärtungDichtungen, Hüllen, ergonomische Einsätze
Castableverbrennt beim Brennen rückstandslosSchmuckguss im Wachsausschmelzverfahren
Dental / Biozertifiziert für MundkontaktSchienen, Bohrschablonen, Dentalmodelle
Water-washablespült sich mit Wasser statt IPAreduziert IPA-Verbrauch, etwas geringerer Detailgrad

Preisunterschiede

Standardharz ist meist am günstigsten und die richtige Grundlage für die Kalkulation von Miniaturen in größerer Stückzahl. Tough-, castable- und Dentalharze kosten deutlich mehr durch spezielle Zusätze und — bei Dentalharz — durch die Zertifizierung, nicht nur durch eine aufwendigere Herstellung.

Die richtige Wahl für die Aufgabe

  • Miniaturen und Anschauungsmodelle zum Verkauf drucken — standard liefert den besten Detailgrad für wenig Geld.
  • Ein Teil braucht Belastung oder eine Rastverbindung stand — tough/ABS-like wählen, gewöhnliches Standardharz würde schon beim Zusammenbau brechen.
  • Schmuckguss — nur castable, seine Formel ist speziell auf rückstandsloses Ausbrennen in der Form abgestimmt.
  • Dental oder alles mit Körperkontakt — nur zertifiziertes Dental-/Bio-Harz; Standard eignet sich hier nicht, aus regulatorischen Gründen und nicht nur wegen der Eigenschaften.

Auswirkung auf die Kosten

Verschiedene Harztypen sind preislich nicht „nach Gefühl" austauschbar: Castable- und Dentalharz kosten 2- bis 3-mal so viel wie Standard, und werden sie wie gewöhnliches Harz kalkuliert, wird der Auftrag unterpreist. In 3D Print Pricing hat jede Harzposition im Lager ihren eigenen Preis pro Milliliter, sodass die Berechnung den Unterschied zwischen einer Standard-Miniatur und einem Castable-Guss automatisch berücksichtigt.

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Ein häufiger Fehler

Den Preis des erstbesten Standardharzes als Richtwert für alle Photopolymer-Aufträge zu nehmen. Arbeitet das Atelier auch mit tough- oder castable-Harzen, können deren Kosten 2- bis 3-mal höher liegen — und genau dieser Unterschied gehört in den Preis des konkreten Auftrags, nicht in den Lagerdurchschnitt.

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